Die Außenwand

Bei energieeinsparenden Maßnahmen kommt den Außenwänden eine besondere Bedeutung zu. Sie bilden den größten Teil der Begrenzungsfläche der Gebäudehülle und damit den größten Teil der Wärmeaustauschfläche.

Energieeinsparmaßnahmen sind deshalb wirtschaftlich und ökologisch effizient.  Die geforderten Wärmedurchgangskoeffizienten für Wände lassen sich nur mit einer zusätzlichen Wärmedämmung erzielen.

Durch verschiedene Analyseverfahren, z.B. Thermografie und Blower-Door, können Wärmeverluste im Bereich der Gebäudehülle dargestellt werden.

Thermografieaufnahmen

Thermografieaufnahmen zeigen die Oberflächentemperaturen der Gebäudehülle. 

Über die Flächen mit der Rotfärbung sind besonders hohe Wärmeverluste gegeben.

Ein Video auf Seite

Fazit zum Forschungsprojekt

erläutert dieses Verfahren.

Zur Beseitigung von Schäden bieten sich unterschiedliche Verfahren an: mechanisches Verfahren und Injektionsverfahren 

Mechanische Verfahren


Bei mechanischen Verfahren werden durchgehende waagerechte Schlitze durch die Wand von ca. 1m Länge  hergestellt und Abdichtstoffe eingebaut. 

Die Stoßstellen müssen ausreichend überlappen, um die Feuchtesperre zu erzielen.

Injektionsverfahren

Injektionsverfahren eignen sich nur bei saugfähigen Baustoffen. In Bohrlöcher wird hydrophobierendes Injektionsmittel so lange eingefüllt, bis eine Sättigung eingetreten ist. 

Die Hydrophobierung der Kapillare verhindert den Feuchtigkeitstransport im Mauerwerk.

Waagerecht eindringende Feuchtigkeit

Seitlich eindringende Feuchtigkeit von außen in die Kellerwände kann durch Kapillarwirkung in den Bereich des Erdgeschosses aufsteigen.

Kellerwand

Wärmeverluste sind auch über die Kellerwände gegeben. Werden Kellerräume als Wirtschafts- und Aufenthaltsräume genutzt, reduzieren wärmedämmende Maßnahmen Energieverluste. 

Aus bauphysikalischen Gründen ist die Außendämmung vorzuziehen. Nur  feuchtebeständige Wärmedämmstoffe sind geeignet.

Eine  Isolierung an der Außenwand verhindert das Eindringen der Feuchtigkeit.

Wärmedämmung der Außenwände

Nach Abschluss der erforderlichen Sanierungsarbeiten können die wärmedämmenden Maßnahmen durchgeführt werden. Es besteht die Möglichkeit außen oder innen zu dämmen.

Außendämmung & Kerndämmung

Bei Außendämmungen entstehen weniger Wärmebrücken und bauphysikalische Probleme, sie sollte deshalb vorgezogen werden. Die Wärmedämmung kann aus verschiedenen Baukonstruktionen und Baustoffen bestehen, z. B. aus:

Wärmedämmverbundsysteme

Wärmedämmverbundsysteme bestehen aus der Wärmedämmung, der Armierungs- und der Schlussbeschichtung. 

Als Dämmbaustoff kann  Polystyrol, Mineralwolle, Mineralschaum oder Kork gewählt werden. Je nach Tragfähigkeit und Oberflächenbeschaffenheit der Wand werden die Platten mittels Haftmörtel, Dübel oder Schienen befestigt.

Armierung & Schlussbeschichtung

Um Rissbildungen in der Außenwand zu vermeiden, wird eine Armierungsschicht vollflächig auf die Wärmedämmplatten aufgetragen und ein Armierungsgewebe eingelegt. Danach erfolgt das Auftragen der schlagregenfesten und wasserdampfdurchlässigen Schlussbeschichtung.

Wärmedämmputz

Der Wärmedämmputz besteht aus der Wärmedämmschicht  und dem Außenputz. 

Er wird entsprechend der gewählten Dicke in ein oder zwei Lagen auf eine trockene und tragfähige Wand aufgebracht. 

Auf den durchtrockneten Wärmedämmputz erfolgt das Auftragen des Außenputzes.

Fachwerk

Fachwerkgebäude dürfen durch Wandbekleidungen nicht verdeckt werden; die ursprünglich vorhandene architektonische Gestaltung muss erhalten bleiben. 

Energieeinsparende Maßnahmen können durch den Austausch der Ausfachung durch gut wärmedämmende Stoffe erfolgen. 

Sind Sanierungsmaßnahmen erforderlich, sollten Ausfachungen aus Lehm erhalten bleiben.

Kellerwand

Wärmeverluste sind auch über die Kellerwände gegeben. Werden Kellerräume als Wirtschafts- und Aufenthaltsräume genutzt, reduzieren wärmedämmende Maßnahmen Energieverluste. 

Aus bauphysikalischen Gründen ist die Außendämmung vorzuziehen. Nur  feuchtebeständige Wärmedämmstoffe sind geeignet.

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